Friday, April 10, 2020

Corona im Landkreis Starnberg: Infektionen in Gemeinden – Starnberg

Corona im Landkreis Starnberg: Infektionen in Gemeinden – Starnberg:

Die Infektionen in den Gemeinden

Freitag, 10. April, 20.33 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist wieder etwas stärker gestiegen. 15 neue Fälle sind am Freitag im Vergleich zum Vortag laut Landratsamt hinzugekommen, 456 Menschen im Landkreis Starnberg haben sich ingesamt mit dem Coronavirus angesteckt. Welche Gemeinden wie stark davon betroffen sind, zeigt die Grafik.

Der Starnberger Klinikchef und Ärztliche Leiter für die Region, Thomas Weiler, zeigt sich entsetzt über den Ausflugsverkehr am sonnigen Karfreitag. Er warnt: Das könne die Ansteckungszahlen in die Höhe treiben.

Vierter Todesfall

Donnerstag, 9. April, 19.36 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet einen vierten Todesfall in der Statistik für den Landkreis Starnberg. Dabei handelt es sich laut Landratsamt um einen Mann, der in einem Planegger Pflegeheim gestorben ist. Da er zuvor im Landkreis Starnberg lebte und noch dort mit seinem Wohnsitz gemeldet ist, wird er in der Starnberger Statistik geführt.

Moderates Wachstum

Donnerstag, 9. April, 17.41 Uhr: Die Zunahme der Infektionen im Landkreis Starnberg bleibt moderat. Zehn neue Fälle gab es laut Landratsamt am Donnerstag, nun sind es insgesamt 441. In den Kliniken werden 47 Menschen behandelt, 13 von ihnen werden beatmet.

Mehr als 100 Infektionen in Gauting

Mittwoch, 8. April, 18.45 Uhr: Das Landratsamt meldet am Mittwoch neun neue Fälle, damit steigt die Zahl der Infektionen im Landkreis auf 431. Allein in Gauting werden nun mehr als 100 Erkrankte seit Beginn der Pandemie verzeichnet, am Abend waren es 103. In den Krankenhäusern werden noch 52 Menschen behandelt, zwölf müssen weiter beatmet werden. 383 Personen bleiben in häuslicher Quarantäne.

Nur noch fünf neue Infektionen

Dienstag, 7. April, 18.26 Uhr: Die Zahl der neuen Infektionen im Landkreis sinkt, während etwas mehr Patienten in den Kliniken behandelt werden: 422 Menschen haben sich laut Landratsamt bis Dienstag mit dem Coronavirus angesteckt, nur fünf mehr als am Vortag. 54 von ihnen müssen jedoch stationär behandelt und zwölf beatmet werden, am Vortag waren es 50, beziehungsweise zehn Fälle. 418 Menschen müssen noch in häuslicher Quarantäne ausharren.

Starnberg hilft krisengeschüttelten Unternehmen

Dienstag, 7. April, 17.29 Uhr: Die Stadt Starnberg will Unternehmen, Vereine und Verbände in der Corona-Krise unterstützen. Firmen, die schließen mussten oder unter Auftragsrückgängen leiden, werden Gewerbesteuer und Vorauszahlungen bis zum Jahresende gestundet. Das hat Bürgermeisterin Eva John (BMS) entschieden. Betriebe müssen die Stundung schriftlich mit Kontoauszügen beantragen, sie darf jeweils 50 000 Euro nicht überschreiten. Die gleiche Regelung gilt für Gebühren des städtischen Wasserwerks. Mietern von Geschäftsräumen kann die Pacht von April bis einschließlich Juni gestundet werden. Zinsen werden jeweils nicht fällig. Bei geplanten, aber wegen des Verbots abgesagten Veranstaltungen verzichtet die Stadt auf die Miete. Die Stadtverwaltung soll zudem erarbeiten, wie Vereine, Verbände und Freischaffende unterstützt werden können.

Kein weiterer Coronavirus-Fall in Altenheim

Dienstag, 7. April, 15.27 Uhr: Aufatmen im Caritas-Altenheim Maria Eich in Krailling: Die 34 Coronavirus-Tests von Bewohnern und Mitarbeitern der Demenzstation sind laut Landratsamt negativ ausgefallen. Die Menschen waren untersucht worden, nachdem sich ein Pfleger des Wohnbereichs angesteckt hatte.

Drittes Opfer mit anderer Todesursache

Montag, 6. April: 19.10 Uhr: Ein dritter Todesfall aus dem Landkreis Starnberg erscheint in der Coronavirus-Statistik des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Das Landratsamt zählt diesen jedoch nicht als Opfer des Coronavirus. Die Person sei zwar infiziert gewesen, sagte Sprecherin Barbara Beck, die Todesursache sei aber sicher eine andere.

18 Heimbewohner vorsorglich getestet

Montag, 6. April, 16.51 Uhr: Alle gesund, aber unter Quarantäne: Nach der Infektion eines Demenzpflegers im Kraillinger Caritas-Altenheim Maria Eich leide keiner der 18 Bewohner im betroffenen Wohnbereich unter Krankheitssymptomen, berichtet Leiterin Diana Sturzenhecker. Das gelte auch für die anderen zwölf dort eingesetzten Mitarbeiter. Vorsorglich seien alle auf das Coronavirus getestet worden, Ergebnisse würden am Dienstag erwartet. Die an Demenz erkrankten Bewohner, die sich sonst im Haus und teilweise auch außerhalb frei bewegen dürften, müssten in ihrem Wohnbereich und dem für sie vorgesehenen Abschnitt des Gartens bleiben. Die Pfleger tragen schon länger Schutzkleidung. Der infizierte Mitarbeiter sei seit mehr als einer Woche nicht mehr im Dienst gewesen, sagt Sturzenhecker. Wo er sich angesteckt habe, sei unklar. Das Heim habe die Bewohner der unterschiedlichen Stationen sowie die jeweiligen Pflegekräfte schon vor drei bis vier Wochen sicherheitshalber getrennt. Das Frühstück etwa, das sonst als Büffet serviert werde, nähmen die Bewohner seitdem in ihren Wohnbereichen ein.

Die Zahl der Infizierten im Landkreis steigt leicht auf 417, 50 werden im Krankenhaus behandelt, zehn beatmet.

Demenzpfleger in Krailling positiv getestet

Montag, 6. April, 13.30 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten steigt auf 408 in den Gemeinden des Fünfseenlandes. Das sind 18 Personen mehr als am Freitagabend gemeldet wurden. Elf Patienten würden derzeit beatmet, teilte das Landratsamt Starnberg mit. Unterdessen wurde auf der Demenzstation des Kraillinger Caritas-Altenpflegeheimes Maria Eich ein Pfleger positiv getestet. Die rund 20 Demenzkranken der Station mussten sich daraufhin geschlossen in Isolation begeben.

Ruhiges Wochenende an den Seen

Sonntag, 5. April, 19 Uhr: Der befürchtete Ansturm auf Seen, Ufergelände und Parks blieb am Wochenende aus, die Starnberger Polizei meldete eine überwiegend positive Bilanz der verhängten Ausgangsbeschränkungen. Auch vom Ammersee berichteten die Inspektionen in Herrsching und Dießen von einem im Vergleich zum vergangenen Wochenende ruhigen Ausflugsverkehr. Überschattet wurde das Wochenende am Sonntag gegen 10.30 Uhr von einem Tauchunfall in der Gemeinde Berg.

„Hohe Auslastung“ auf den Intensivstationen

Samstag, 4. April, 14.14 Uhr: Auf den Intensivstationen in der Region herrscht bereits eine „hohe Auslastung“, wie es der Starnberger Klinikchef Thomas Weiler formuliert, der in der Coronavirus-Pandemie als Ärztliche Leiter für die Landkreise Starnberg, Fürstenfeldbruck, Dachau und Landsberg verantwortlich ist. Wie viele der zuletzt 80 Beatmungsplätze belegt seien, wollte er nicht sagen, da die Kapazitäten ständig ausgebaut würden.

Allein in den Kliniken des Landkreises Starnberg könnten im Normalfall bis zu 37 Patienten beatmet werden, sagt der Internist und Kardiologe Florian Krötz vom Klinikum Starnberg, der als Sprecher der Pandemiebeauftragten der sieben Krankenhäuser im Landkreis fungiert. Davon waren am Freitag 21 Betten belegt – auch mit Patienten, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Kapazitäten könnten bei Bedarf jedoch schnell auf 50 Plätze erweitert werden, erklärt Krötz. Im Notfall stünden noch einmal deutlich mehr Geräte zur Verfügung.

Wo die meisten Infektionen verzeichnet werden

Freitag, 3. April, 18.42 Uhr: Das Landratsamt hat die Infektionen erstmals nach Gemeinden aufgeschlüsselt. Demnach sind in den größten Kommunen die meisten Coronavirus-Erkrankten zu verzeichnen – 86 in Gauting und 80 in Starnberg. Die Zahl der Infektionen in den weiteren Gemeinden: Krailling 32, Herrsching 31, Gilching 26, Berg 24, Tutzing 19, Weßling 16, Pöcking 16, Inning 14, Seefeld 13, Wörthsee 8, Andechs 6, Feldafing 6. Sechs weitere Infektionen aus anderen Landkreisen wurden zuerst in Starnberg registriert und verbleiben darum in der Statistik des Landratsamts, die insgesamt 384 Fälle ausweist.

Zweites Todesopfer im Landkreis

Freitag, 3. April, 13.30 Uhr: Eine zweite Patientin aus dem Landkreis Starnberg ist infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Dabei handelt es sich laut Landratsamt um eine 86-Jährige, die in der Gautinger Asklepios-Klinik behandelt wurde. Die Frau starb bereits am Samstag, der Fall wurde jedoch erst am Donnerstagabend bekannt. Die Zahl der Infizierten steigt auf 385. 50 Menschen werden im Landkreis stationär behandelt, acht von ihnen müssen beatmet werden.

Starnberger Landratsamt lässt Stege an den Seen sperren

Donnerstag, 2. April, 18.32 Uhr: Weil zu viele Menschen trotz der Coronavirus-Allgemeinverfügung viel zu eng beieinander sitzen, hat das Landratsamt alle Gemeinden an den Seen gebeten, ihre Stege zu sperren. Die eigenen Zugänge in den Erholungsgebieten – etwa in Kempfenhausen oder in Oberndorf am Wörthsee – hat die Kreisbehörde bereits geschlossen. Das habe die Polizei gefordert, sagt Landratsamtssprecherin Barbara Beck: „Da geht es jetzt schon unter Woche richtig zu, obwohl es noch gar nicht so warm ist.“ Der Tutzinger Gemeinderat hat die Sperrung seiner Stege bereits am Dienstag beschlossen. Eine Sicherheitswacht, die Tutzing vergangenen Sommer engagiert hat, patrouilliert an der Seepromenade. Das Landratsamt appelliert an Besucher, den vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Meter einzuhalten, um das Coronavirus einzudämmen. Sonst drohten schärfere Ausgangsbeschränkungen, sagt Beck. Mittlerweile hätten sich auch junge Menschen ohne Vorerkrankungen infiziert, die sehr schnell auf die Intensivstation mussten. Die Zahl der positiven Tests im Landkreis stieg am Donnerstag auf 371.

Immer mehr schwere Erkrankungen

Mittwoch, 1. April, 18.44 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Patienten in den Kliniken des Landkreises steigt deutlich: Das Landratsamt meldete am Mittwochabend 51 stationäre Fälle, acht Menschen müssen wegen ihrer Covid-19-Erkrankung beatmet werden. Am Montag waren es noch 35 Patienten, davon sechs auf Intensivstationen. Mittlerweile verzeichnet das Landratsamt 354 Infizierte im Landkreis, 27 mehr als am Vortag.

Feldafing erlässt Wirten die Pacht

Mittwoch, 1. April, 18.04 Uhr: „Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzen“: Bürgermeister Bernhard Sontheim und die Feldafinger Gemeinderäte haben sich dazu entschlossen, den Gastronomen der drei kommunalen Liegenschaften Makarska-Grill, Café Max II. und Strandbad Feldafing die Pacht für die Monate April und Mai zu erlassen. Für den Fall, dass die Corona-Krise noch länger andauern sollte, stellt das Gremium einen weiteren Verzicht auf Zahlungen in Aussicht. Das Strandbad, das Restaurant an der Possenhofener Straße und das Café im Bahnhof seien die einzigen gastronomischen Liegenschaften der Gemeinde. Durch den zweimonatigen Verzicht auf Pachtzahlungen entgehe der Kommune ein Betrag „im fünfstelligen Bereich“, so Bürgermeister Sontheim.

Lehrer helfen im Gesundheitsamt mit

Mittwoch, 1. April, 14.50 Uhr: Im Starnberger Landratsamt gibt es laut Sprecherin Barbara Beck mittlerweile fünf bestätigte Coronafälle; vier der Mitarbeiter waren im Bürgerservice beschäftigt, wo der Publikumsverkehr schon stark eingeschränkt war und Termine vorab telefonisch vereinbart werden mussten. Die Erkrankten aus der Behörde hätten nur leichte Symptome und seien zu Hause. Bislang war nur eine Infektion im Gesundheitsamt bekannt. In der Behörde wird nun das Personal massiv aufgestockt. Hauptaufgabe ist es dort, Kontaktpersonen von Infizierten herauszufinden und zu verständigen. Um diese Arbeit zu bewältigen, hat das Landratsamt zahlreiche Helfer engagiert; unter anderem Lehrer aus den Gymnasien in Tutzing und Gauting, einen Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts in Freising, einen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Technischen Universität und eine Rechtspflegehelferin.

Bereit für Patienten aus Italien und Spanien

Mittwoch, 1. April, 9.52 Uhr: Kliniken im Landkreis bereiten sich darauf vor, Corona-Patienten aus Italien und Spanien aufzunehmen. Das teilte Landrat Karl Roth (CSU) im Kreisausschuss mit. Der Geschäftsführer des Klinikums Starnberg, Thomas Weiler, wollte sich dazu nicht im Detail äußern. Er sagte aber: „Es gibt eine sehr große Hilfsbereitschaft in den Kliniken.“ Dort heiße es: „Solange wir noch Kapazitäten haben, werden wir unterstützen.“ Die Asklepios-Klinik in Gauting habe sich bereit erklärt, bis zu sechs Patienten aus Madrid aufzunehmen, teilte Sprecherin Beatriz Parente Matschke mit. Geschäftsführer Jörgen Wißler habe dies dem Landrat zugesagt. „Wir können und möchten helfen, damit intensiv- und beatmungspflichtige Menschen in Europa eine Chance haben“, erklärte die Kliniksprecherin. Bisher habe es aber noch keine Verlegungen gegeben. Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten stieg am Dienstagabend auf 327.

Appell des Landratsamts: Kein Sport auf den Seen

Dienstag, 31. März, 18.04 Uhr: Das Starnberger Landratsamt appelliert zum Saisonstart am 1. April, Wassersport auf den Seen zu unterlassen. Zwar seien Sport und Bewegung an der frischen Luft allein oder mit Menschen aus dem eigenen Hausstand von der Ausgangsbeschränkung ausgenommen, die Kapazitäten der Rettungskräfte sollten aber geschont werden. Auf den Seen komme es regelmäßig zu Einsätzen, bei denen das Personal von Wasserwacht, DLRG, Feuerwehren, Rettungsdiensten und Polizei gefordert werde. Die Rettungskräfte müssten aber auch aufgrund der Coronavirus-Pandemie rund um die Uhr parat stehen und sollten ihre Kapazitäten nicht mit Einsätzen für Freizeitsportler vergeuden. Vor einer Woche hatte ein Fehlalarm am Ostufer des Starnberger Sees eine Suchaktion mit 70 Helfern, Rettungschwimmern und einem Hubschrauber ausgelöst.

Kaum neue Atemmasken und Schutzanzüge

Dienstag, 31. März, 17.01 Uhr: Die Versorgungslage an Schutzausrüstung für Ärzte und Pfleger im Landkreis bleibt prekär. Am Dienstag seien 1000 Handschuhe und 2000 Stück einfacher Mundschutz geliefert worden, berichtet Landratsamtssprecherin Barbara Beck, außerdem 50 Kittel und 30 Schutzanzüge sowie 340 und 480 Stück der besseren Atemmasken, die dem Träger einen hohen Schutz gewährleisten. Diese Lieferung musste aber aufgeteilt werden auf insgesamt 17 Alten- und Pflegeheime sowie an 40 ambulante Pflegedienste. Man kann sich ausrechnen, was da jeweils ankommt. Dazu kommt, dass das Landratsamt ein kleine Notreserve zurückhält für den schlimmsten Fall, dass sich in einem Heim das Coronavirus ausbreiten sollte. „Das ist ein massives Problem. Wir bekommen so wenig Material und müssen das dann verteilen nach einem Prioritätenschlüssel“, sagte Beck. Der Landkreis versuche mittlerweile selbst, Ausrüstung zu kaufen, und sei dabei auch in Verhandlungen mit Lieferanten in China. Allerdings ist die Konkurrenz wegen der weltweiten Nachfrage groß. Die Zahl der Infizierten steigt leicht auf 302.

Mehr Patienten im Krankenhaus

Montag, 30. März, 18.26 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Patienten, die in den Kliniken im Landkreis behandelt werden, nimmt zu. 35 stationär aufgenommene Infizierte meldeten die Krankenhäusern am Montag, davon werden acht Patienten auf Intensivstationen versorgt. Die meisten Covid-19-Patienten sind in der Gautinger Asklepios-Klinik. 21 Coronavirus-Patienten werden hier behandelt, fünf davon auf der Intensivstation. Aktuell werde Personal aus anderen Bereichen für einen Einsatz auf der Intensivstation vorbereitet, etwa Kollegen aus dem Schlaflabor, wie eine Kliniksprecherin mitteilt. Sechs weitere Patienten seien zur Abklärung ihrer Covid-19-verdächtigen Symptome im Krankenhaus. In der Starnberger Klinik sind sechs Infizierte in Behandlung, einer davon auf der Intensivstation. Darüber hinaus befinden sich sieben Verdachtsfälle im Krankenhaus. In der Schindlbeck-Klinik in Herrsching werden drei Covid-19-Patienten behandelt, davon wird einer auf der Intensivstation beatmet. Zwei Coronavirus-Patienten sind im Benedictus-Krankenhaus in Tutzing auf der Infektionsstation, ein weiterer auf der Intensivstation. In den Krankenhäusern in Seefeld und Feldafing werden keine Patienten mit der neuartigen Lungenkrankheit behandelt.

Etwa 2800 Kontaktpersonen in häuslicher Isolation

Montag, 30. März, 17.14 Uhr: Das Landratsamt meldet 297 registrierte Covid-19-Fälle im Landkreis. Die überwiegende Anzahl der Infizierten habe nur einen leichten Krankheitsverlauf oder gar keine Symptome und könne sich deshalb zuhause isolieren, wie Landratsamtssprecherin Barbara Beck mitteilt. Anders als zu Beginn der Epidemie werden diese auch nicht mehr täglich vom Gesundheitsamt telefonisch kontaktiert. Stattdessen erfolge bei der Mitteilung des positiven Testergebnisses ein ausführliches Gespräch über die Maßnahmen und Auswirkungen der 14-tägigen Quarantäne. Zudem werden die engeren Kontaktpersonen abgefragt und ebenfalls per Telefon angewiesen, sich für den Zeitraum von zwei Wochen nach dem Kontakt häuslich zu isolieren. Um die zahlreichen Gespräche und Beratungen in der Gesundheitsbehörde stemmen zu können, werden die 14 Mitarbeiter von zehn bis 15 Mitarbeitern aus anderen Bereichen des Landratsamtes unterstützt.

Kreistagssitzung mit reduzierter Besetzung

Montag, 30. März, 14.08 Uhr: Die Kreistagssitzung am Dienstag, 31. März, wird in kleiner Runde im Landratsamt stattfinden. Anstatt der 60 Mandatsträger werden nur 31 an der Sitzung teilnehmen, darauf hat sich Landrat Karl Roth (CSU) telefonisch mit den Fraktionsvorsitzenden verständigt. Jede Fraktion soll nur die Hälfte der Kreistagsmitglieder schicken, die – wenn möglich – nicht älter als 65 Jahre und zudem gesund sein sollen. Die Sitzung komplett absagen oder verschieben könne man nicht, wie Landratsamtsprecherin Barbara Beck erklärt, weil in nichtöffentlicher Sitzung fristbedingt ein Beschluss getroffen werden müsse. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis steigt auf 281.

400 Meter Stoff für Schutzmasken

Montag, 30. März, 10.10 Uhr: Im Landratsamt kommen am Sonntag 400 Meter Stoff am Stück an, welche gerecht auf die 14 Kommunen im Landkreis verteilt werden. Dort sollen Initiativen und Vereine Schutzmasken nähen, welche dann an Alten- und Pflegeheime sowie ambulante Hlfsdienste gehen sollen. Die Initiative von Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger soll schnell Abhilfe beim Mangel an Schutzmaterial schaffen. Der Stoff ist laut Ministerium für FFP2- und FFP3-Masken zertifiziert. Für diesen Montag wird erneut Meterware erwartet, wie Landrat Karl Roth ankündigte.

Viel los an Starnberger See und Ammersee

Sonntag, 29. März, 17.14 Uhr: Das schöne Wetter am Samstag hat einige Menschen dazu verführt, gegen die Ausgangsbeschränkungen zu verstoßen. Die Polizeiinspektionen rund um Starnberger See und Ammersee meldeten ein „erhebliches Besucheraufkommen“ an Spaziergängern und Sportlern, die den Autokennzeichen nach nicht nur aus dem Landkreis stammten. Doch auch Picknicks und Treffen im Freien fanden laut Polizeibericht statt. Diese wurden aufgelöst, in Einzelfällen haben die Beamten auch Platzverweise ausgesprochen.

In Dießen zeigte sich ein 72-jähriger Mann unkooperativ und unfreundlich. Trotz wiederholter Ermahnung habe er sein mitgebrachtes Bier in der Sonne genießen wollen. Der Mann erhielt einen Platzverweis, ihn erwartet nun eine Anzeige und ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro. Auch in Gauting kam es zu Verstößen. Hier sprengte die Polizei am Samstag in den frühen Morgenstunden eine Geburtstagsparty. Vier Menschen im Alter von 40 bis 45 Jahren feierten verbotenerweise zusammen in der Unterbrunner Straße. Bis Sonntagnachmittag haben sich im Landkreis 270 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

Zahl der Infizierten steigt weiter

Samstag, 28. März, 19.04 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Landkreis steigt weiter. Am Samstagabend meldet das Starnberger Landratsamt 262 Fälle, 14 mehr als am Vortag.

Kraillinger organisieren sich eigenes Corona-Testzentrum

Samstag, 28. März, 16.52 Uhr: Vitamin B hilft zwar nicht, die Krankheit zu bekämpfen – aber offenbar, ein eigenes Coronavirus-Testzentrum in Betrieb zu nehmen. Zwei Einwohner der 8000-Seelen-Gemeinde Krailling arbeiten zufällig bei Laborketten – einer organisiert Abstrichkits, der andere Laborkapazitäten, fertig ist der eigene Corona-Drive-in für bis zu 60 Tests am Tag. Bürgermeister Rudolph Haux hat über private Kontakte dafür gesorgt. Getestet werden sollen vor allem die eigenen Bürger, da in Krailling verhältnismäßig viele Senioren leben.

Kein Coronavirus in Asyl-Unterkünften

Freitag, 27. März, 19.07 Uhr: Die Ergebnisse der Covid-19-Verdachtsfälle aus den Gemeinschaftsunterkünften in Berg und Percha sind allesamt negativ, wie das Starnberger Landratsamt vermeldet. Die besonderen Maßhamen zur Isolation seien damit aufgehoben. In beiden Einrichtungen hatten Bewohner Kontakt zu Infizierten gehabt. In der vergangenen Woche war kurzeitig die Containeranlage in Krailling gesperrt. Auch dort bestätigten sich die Verdachtsfälle nicht.

Elf Klinik-Mitarbeiter in Quarantäne

Freitag, 27. März, 18.45 Uhr: Elf Mitarbeiter eines Krankenhauses im Landkreis müssen sich häuslich isolieren, weil sie nicht ausreichend geschützt Kontakt zu einem Covid-19-Patienten hatten. Der Mann hat sich laut Landratsamtssprecherin Barbara Beck am Donnerstag stationär wegen einer anderen Erkrankung aufnehmen lassen und dabei seine Infektion geheim gehalten, „weil er fürchtete, sonst nicht behandelt zu werden“. So jedenfalls habe er sein Verhalten am Freitag den Ärzten erklärt. Der Landkreis prüfe aktuell, ob der Mann mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Die Zahl der Infizierten steigt auf 248.

Drive-In-Abstrichstation in Krailling geht in Betrieb

Freitag, 27. März, 16.47 Uhr: Die Gemeinde Krailling und zwei ortsansässige Hausarztpraxen nehmen eine Drive-in-Abstrichstation auf dem Gelände hinter dem Feuerwehrhaus in Betrieb. Von Montag an sollen hier bis zu 60 Patienten, die als Covid-19-Verdachtsfälle gelten, getestet werden. Einen Termin gibt es ausschließlich über die Kraillinger Praxen von Christina und Richard Auhlehner sowie Sebastian Brechenmacher. Zwei Kraillinger Unternehmer haben Testkits gespendet und Laborkapazitäten zur Verfügung gestellt, um den Drive-in zu ermöglichen.

Zahl der Infizierten steigt auf 233

Freitag, 27. März, 11.51 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Landkreis Starnberg liegt am Freitagvormittag bei 233. Nach Angaben von Landratsamtssprecherin Barbara Beck verteilen sich diese über den gesamten Landkreis, „es gibt keinen Hotspot“. Die Ergebnisse der vier Mitarbeiter aus dem Gesundheitsamt , die mit einem infizierten Kollegen aus der Behörde Kontakt hatten, sind negativ. Die drei Ärtzte – darunter auch Amtsleiter Lorenz Schröfl – und eine Verwaltungsangestellte müssen sich aber bis zum Ende der 14-tägigen Quarantäne weiter isolieren.

Acht Patienten auf Intensivstation

Donnerstag, 26. März, 18.33 Uhr: Die Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis verlaufen zunehmend schwerer: Sechs Patienten müssen auf Intensivstationen beatmet werden, berichtet das Landratsamt – allein fünf in der Gautinger Asklepios-Klinik, einer in der Schindlbeck-Klinik in Herrsching. Je ein weiterer Patient wird in Starnberg und im Benedictus-Krankenhaus in Tutzing intensivmedizinisch versorgt. Die Zahl der Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist auf 223 gestiegen, ein Plus von 13 im Vergleich zum Vortag. Etwa 1200 Menschen befinden sich laut Landratsamt zu Hause in Quarantäne, weil sie engen Kontakt mit einem Infizierten hatten.

Gestrandet im Krankenhaus

Mittwoch, 25. März, 20.05 Uhr: Fußballtrainer Manuel Riedmeier aus Berg sitzt nach einem positiven Test im Klinikum Starnberg fest – ohne Symptome. Der 40 Jahre alte Einzelhandelskaufmann hat sich vermutlich in den Faschingsferien im Trainingslager in der Emilia Romagna mit dem Coronavirus angesteckt. Nach mehr als drei Wochen in der Klinik will Riedmeier nur noch Hause. Dafür muss er – anders als Infizierte, die sich zu Hause isolieren dürfen – umfangreiche Kriterien erfüllen. „Das stört mich“, sagt er.

Mitarbeiter des Gesundheitsamts infiziert

Mittwoch, 25. März, 18.59 Uhr: Nach den beiden Klinikmitarbeitern ist nun auch ein Beschäftigter des Gesundheitsamts nach leichten Krankheitssymptomen positiv auf das Coronavirus getestet worden – mit Folgen für all diejenigen, die mit dieser Person in der Behörde Kontakt hatten. Landratsamtssprecherin Barbara Beck teilte am Mittwochabend mit, es handele sich dabei um drei Ärzte und eine Verwaltungsangestellte. Unter den betroffenen Kontaktpersonen sei auch der Leiter des Gesundheitsamts, Lorenz Schröfl. Allen vier Kontaktpersonen gehe es aber gut, so Beck. Während sich der infizierte Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne befinde, dürften die vier Kontaktpersonen weiter in der Behörde arbeiten – allerdings in neu zugeteilten Büros, räumlich aber nah beieinander und getrennt von den anderen Beschäftigten. Die Zahl der Infizierten ist bis zum Abend noch einmal deutlich angestiegen: von 153 am Dienstag bekannten Fällen auf mittlerweile 210.

Corona-Drive-In in Andechs nimmt Betrieb auf

Mittwoch, 25. März, 17.27 Uhr: Etwa 25 Menschen kommen am Mittwoch zur neu eingerichten Drive-In-Abstrichstelle des Landkreises nach Andechs. Sie wurden von ihren Hausärzten überwiesen, weil ein begründeter Verdacht besteht, dass sie das Coronavirus in sich tragen. Sie kommen mit dem Auto, dürfen die Fensterscheibe nur nach Aufforderung öffnen. Die Wege, die sie mit ihrem Fahrzeug zurücklegen dürfen, sind genau durch eine entsprechende Beschilderung vorgegeben. Den ersten Stopp gibt es bei zwei Sicherheitskräften, die das Landratsamt dort postiert hat. Die beiden Männer tragen Mundschutz und kontrollieren, ob die Menschen, die hier vorfahren, auch die Überweisung ihres Arztes nebst Terminbestätigung und eine ihnen zugeteilte Pin-Nummer vorweisen können.

Quelle



from https://www.sport.messepost-online.info/corona-im-landkreis-starnberg-infektionen-in-gemeinden-starnberg/

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