
Hamburg (dpa/lno) – Die Universität Hamburg startet am Montag wegen der Corona-Pandemie fast nur digital ins Sommersemester. Erstmals in der 101-jährigen Geschichte der Hochschule werde die Lehre in allen der mehr als 170 Studiengänge fast ausschließlich in digitaler Form stattfinden, teilte die Universität am Freitag mit. Die bisher beschränkte Anrechnung digitaler Lehre von 25 Prozent gelte nicht mehr. «Digitales Studium wird im Sommersemester 2020 also zu 100 Prozent anerkannt», hieß es. Für wegen der Corona-Krise in Not geratene Studierende aller Hochschulen der Hansestadt wurde zudem ein Notfalldarlehen aufgelegt.
Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) betonte, dass Hamburgs Hochschulen wegen der Corona-Pandemie weiter für den Publikumsverkehr geschlossen blieben. Möglich sein sollen aber Prüfungen und der Zugang etwa zu Laboren, sofern die sonstigen Auflagen eingehalten würden, sagte sie nach einer Senatssitzung zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. Die Bibliotheken der Universität und der anderen Hochschulen würden wieder geöffnet.
Nach Angaben der Universität wird die Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft im Sommersemester mindestens 90 Prozent der Lehre digital anbieten. Einschränkungen gebe es nur in praktischen Veranstaltungen wie etwa beim Wassersport. In der Rechtswissenschaft würden von den geplanten rund 330 Lehrveranstaltungen mindestens 300 online angeboten. Bei der Fakultät Erziehungswissenschaft liege der digitale Anteil bei 97 Prozent. Dass es nicht 100 Prozent seien, liege daran, dass durch die Corona-Krise einzelne Stellen nicht besetzt werden konnten oder dass internationale Lehrende nicht einreisen können.
Die Fakultät für Betriebswirtschaft rechnet damit, 90 Prozent ihrer 107 geplanten Veranstaltungen digital anbieten zu können. Bei den Geisteswissenschaften würden rund 95 Prozent der Lehrveranstaltungen in digitalisierte Formate umgewandelt, in der Medizin und Zahnmedizin seien es 100 Prozent. Die Universität Hamburg gehört mit etwa 42 000 Studierenden und gut 12 000 Beschäftigten, darunter rund 700 Professoren, zu den größten Hochschulen Deutschlands. Seit 2019 darf sie sich Exzellenzuniversität nennen.
Studierende, die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten sind, können ab sofort online ein zinsloses Darlehen in Höhe von 400 Euro monatlich beantragen: «Die Studierenden erhalten über das Darlehen eine finanzielle Überbrückungshilfe, die in dieser Größenordnung bundesweit einmalig ist», erklärte Fegebank. Antragsberechtigt seien Studierende einer Hamburgischen staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule. Die Rückzahlung des Darlehens soll frühestens zwölf Monate nach Ablauf des Monats, für den das Darlehen erstmals gewährt wurde, beginnen und in Raten von 50 Euro pro Monat erfolgen.
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