Wenn Not am Mann ist, einfach Seppi rufen. Seit über 15 Jahren ist Sebastian „Seppi“ Rogge nun schon Mitglied im Motorclub Neuruppin. „Für Seppi gibt’s den Wassersport immer“, sagt Karsten Pastor, Sportwart des MC über das rührige Vereinsmitglied. „Beim MC ist er Bootsfahrer, Freund und Vorstandsmitglied, wird sehr geschätzt und es geht nicht ohne ihn.“
Geboren wurde der heute 51-Jährige in Greifswald, die Eltern Eckhardt und Ulrike, Arzt und examinierte Krankenschwester, wechselten wegen der Arbeit sehr häufig den Wohnort. „Ich bin an die zwölf Mal umgezogen“, erinnert sich Sebastian Rogge. 1978 hieß die Station Neuruppin, wo er in die vierte Klasse kam. In Neuruppin wohnten auch seine Großeltern, im Ortsteil Treskow am Ruppiner See. „Ich habe die Ferien immer dort verbracht“, so Rogge. „Die hatten ein kleines Ruderboot, was wir Kinder benutzten und damit den See unsicher machten.“ Zu der Zeit erwachte die Liebe zum Wassersport. Der Kahn wurde mit Hilfe eines langen Stocks und eines Betttuchs zum Segelboot umfunktioniert und zur anderen Seeseite mit dem Wind gewechselt. „Wir hatten keine Ahnung und es ist ein Wunder, dass wir nicht abgesoffen sind.
Nach Tischlerlehre und Armeezeit schlug Rogge beim MC am Rutscherweg in Neuruppin auf und stellte einen Antrag auf Mitgliedschaft. „Damals hatte ich nur ein Angelboot und es war schwer, da reinzukommen.“ Zum Glück für Seppi und den Verein wurde seinem Antrag auf Mitgliedschaft stattgegeben. Rogge integrierte sich schnell ins Vereinsleben. „Bei Veranstaltungen im Verein ist er fast immer dabei, packt mit an und ist immer hilfsbereit“, so charakterisiert ihn Sportwart Karsten Pastor im Rückblick.
Zu tun gab es für einen wie den immer freundlichen Seppi stets etwas. An der Bootshalle und an der alten Steganlage musste viel gearbeitet werden. Die Sanitäranlagen wurden in Eigenregie aufgebaut. „Ich habe Trockenbau gemacht.“ Rasenmähen, Hecke schneiden, Mitarbeit im Vorstand als Schriftführer. Überall wo Sebastian Rogge gebraucht wurde und wird, ist er zur Stelle und seit der letzten Wahlperiode verrichtet er auch den Posten des stellvertretenden Hafenmeisters. „Das Vereinsleben macht Spaß“, so Rogge. „Du weißt, auf wen du dich verlassen kannst. Es ist eine gewachsene Gemeinschaft.“
Bei allem Einsatz schaut Sebastian Rogge nicht auf die Uhr. Es kämen bestimmt so 30 bis 50 Stunden im Jahr bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit zusammen. „Ich habe mir aber noch nie Gedanken darüber gemacht. Weil ich das gern mache.“ Besonders viele Arbeitsstunden fallen bei der jährlich stattfindenden Schlauchbootrallye auf dem Parcours vor dem Vereinsgelände an. Bei den „Kleinigkeiten“, die keiner sieht, beim Zwiebelschneiden fürs traditionelle Schnitzelessen, das das Wettkampfwochenende einläutet, an dem die Jugendlichen ihre Landesmeister ausfahren. Immer Ende August soll das Event auch in diesem Jahr stattfinden. Zum 15. Mal wäre Rogge dann dabei, wenn es die Coronakrise zulässt. „Schon mussten wir die Mitgliederversammlung am 25. April absagen“, erklärt Rogge. An diesem Tag sollten auch die Boote des Vereins ins Wasser gelassen, abgeslipt, werden – mit Seppi am neuerrichteten Kran, für den er die Verantwortung nach einer speziellen Unterweisung übernommen hat. „Wie wir das organisieren sollen, müssen wir mal gucken. Aber es wird schon irgendwie klappen.“
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