Thursday, April 16, 2020

Saison mit vielen Fragezeichen in Neufahrn – SUP-Kurse werden günstiger – Freising

Saison mit vielen Fragezeichen in Neufahrn – SUP-Kurse werden günstiger – Freising:

Unklar ist, wann der Unterricht des Segel-Surf-Clubs starten kann

Vor einer Saison mit vielen Fragezeichen steht der Segel-Surf-Club Neufahrn: Privater Wassersport ist zwar trotz Corona erlaubt, aber das Vereinsheim am Surfsee muss derzeit geschlossen bleiben, das Material dort steht nicht zur Verfügung. Auch das Gelände ist nicht vorbereitet, weil alle Arbeitsdienste abgesagt wurden. Unklar ist zudem, wann wieder Kurse stattfinden. Fest steht aber, dass sie dann um einiges günstiger sein werden.

Hintergrund ist freilich nicht die Pandemie, sondern ein Rechtsstreit im vergangenen Jahr. Der SSC lag im Clinch mit einem ehemaligen Vereinsmitglied, das ebenfalls Stand-up-Paddling-Kurse auf dem Surfsee angeboten hatte. Der Vorstand betrachtete das als unzulässiges gewerbliches Angebot, verwies auf den SSC-Pachtvertrag, stellte eine Rechnung über 500 Euro aus und zog schließlich vor Gericht, um den Anspruch durchzusetzen. Die Klage wurde letztlich abgewiesen. Ohne Folgen blieb sie trotzdem nicht. Denn in den ganzen juristischen Diskussionen war die Frage aufgeworfen worden, ob die Kurse des SSC nicht ebenfalls gewerbliche Angebote sind und somit gegen die Benutzungssatzung der Mühlseen verstoßen. Die Gemeinde nahm das Preis-/Leistungsverhältnis unter die Lupe, hielt Rücksprache mit dem Landratsamt und kam zu dem Ergebnis, dass in der Tat eine „Gewinnerzielungsabsicht“ vorliege. Die Kurse wurden dem Verein deshalb untersagt.

Der SSC hat daraufhin an der Preisschraube gedreht, jetzt ist die Gemeinde einverstanden: „Nach erneuter Prüfung konnte festgestellt werden, dass es sich nunmehr um einen Unkostenbeitrag handelt und keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt.“ Somit gab es grünes Licht für weitere Kurse. „Für die Teilnehmer hat sich nichts geändert“, versichert SUP-Trainer Gerhard Leitmeier, „es ist nur billiger“. Bis mindestens 3. Mai wird es aber wegen der Corona-Pandemie keine Kurse geben.

Der Segel-Surf-Club hat aktuell 230 Mitglieder – 15 mehr als vor einem Jahr. Etwa ein Drittel kommt aus Neufahrn, fast 30 Prozent sind Kinder und Jugendliche. Gerade bei den SUP-Angeboten ist das Interesse groß. SUP-Polo hat der SSC zum Beispiel beim „Kanu Outdoor Festival“ in Oberschleißheim und beim Sportfestival im Münchner Olympiapark im vergangenen Jahr angeboten. Die Resonanz sei „überwältigend“ gewesen, hieß es in der Jahreshauptversammlung , die kurz vor den Ausgangsbeschränkungen stattfand.

Überregional hat der Verein 2019 auch in der Surf-Bundesliga-Süd von sich reden gemacht: Die Mixed-Mannschaft erzielte einen unerwarteten Erfolg. Lina van Brügge, Amelie Kaehs, Volker Rühl und Andreas Schmidt belegten den ersten Platz.

An der Spitze des Neufahrner Vereins steht Kolja Rösch, zweiter Vorsitzender ist Alfred Dick. Dem Vorstand gehören außerdem Kassenwart Dirk van Brügge, Sportwartin Lina van Brügge und Schriftführerin Hildegard Rösmann an. Für das kommende Jahr wurde eine Beitragserhöhung beschlossen. Erwachsene zahlen dann 70 Euro, die ermäßigte Gebühr beträgt künftig 35 Euro.

Quelle



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