Nach der WM ist vor der WM: Einen Monat nach den Titelkämpfen der Bobfahrer und Skeletonis im Osterzgebirge bewirbt sich Sachsen um die nächsten Großereignisse.
Was war das für eine Stimmung in den letzten Februarwochen im Kohlgrund: Tausende Zuschauer bejubelten die Leistungen der weltbesten Bobfahrer und Skeletonpiloten und feierten ganz besonders die Titel von Lokalmatador Francesco Friedrich. So soll es wieder sein, und zwar bei den Rodlern. Der Rennrodel-, Bob- & Skeletonverband für Sachsen (RBSV) bewirbt sich über den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) um die Ausrichtung weiterer Welttitelkämpfe. Ziel ist es, 2023 zunächst die Rennrodel-Juniorenweltmeisterschaften im Altenberger Eiskanal stattfinden zu lassen. Zuletzt waren die weltbesten Juniorenrodler 2018 hier um Titel gefahren. Außerdem bewirbt sich Altenberg nach 1996 und 2012 wieder als Austragungsort von Rennrodel-Weltmeisterschaften. Im Jahr 2024 oder 2025 könnte es so weit sein. Die entsprechenden Bewerbungsunterlagen wurden beim Internationalen Rennrodelverband FIL eingereicht.
„Auch in diesen schwierigen Zeiten müssen wir an die Zukunft, Weiterentwicklung und Sicherung des Standortes denken. Deshalb wollen wir den Schwung der vergangenen Bob- und Skeleton-WM mitnehmen und uns im Konzert der Bahnen weltweit auch weiterhin als feste Größe in der Ausrichtung internationaler Meisterschaften positionieren“, sagte Jens Morgenstern, Geschäftsführer der Bahnbetriebs-GmbH und OK-Chef der zurückliegenden Bob-WM. Die WM-Bewerbung wird vom Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, vom Freistaat Sachsen und der Stadt Altenberg unterstützt.
Bis zu den Welttitelkämpfen der weltbesten Rennrodler – einen Erfolg der Bewerbung vorausgesetzt – soll der ENSO-Eiskanal optimiert und fit für die Zukunft gemacht werden. Für das Jahr 2021 ist für Kosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro der Umbau der Kurven 11 bis 13 vorgesehen. Das soll die Sicherheit in diesem Abschnitt, in dem vor allem die Rodler mitunter große Probleme haben, erhöhen. Außerdem soll die Bahn im Bereich der Kurve 8 geöffnet und ein externer Startbock fest installiert werden. Diese Starthöhe nutzen beispielsweise die Junioren-Doppelsitzer im Rennrodeln. „Es wäre schön, wenn wir diese wichtigen Umbauten mit Weltmeisterschaften würdig einweihen könnten“, so Morgenstern.
Die Bahn in Altenberg wurde von 1983 an gebaut. Seit 1991 war Altenberg Gastgeber von sieben Weltmeisterschaften im Bob, Rennrodeln und Skeleton. Juniorenweltmeisterschaften fanden hier bislang zweimal statt. (ts)
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