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Das XVI
Kaum ist das 16. Kanalfest mit der 16. Drachenbootregatta Geschichte, so richtet sich das Augenmerk des veranstaltenden Kanucentrums bereits auf die nächste Auflage. Am 1. Juni 2020, also erneut am Pfingstmontag, wird die 17. Regatta ausgetragen. Dann mit dem Schülerboot der Kanuten als Titelverteidiger für die Wertung aller Klassen, die damit zum vierten Mal an die Veranstalter ging. Das Schülerrennen hatten die Kanutalente ohnehin konkurrenzlos gewonnen.
Neun Mannschaften hatten bei der jüngsten Auflage in den beiden Qualifikationsläufen um die Pokale „Bestes Unternehmen/Institution“, „Bester Verein“, „Bestes Fun-Team“ und „Beste Schüler- und Jugendmannschaft“ gekämpft. „Insgesamt haben bei den seit 2004 ausgetragenen Regatten 73 Teams teilgenommen. Zuletzt hatte sich die Teilnahme auf acht, neun, zehn Mannschaften eingepegelt“, informiert Organisationsleiter Lothar Klotz, gleichzeitig der Vereinsvorsitzende des Kanucentrums.
Obwohl beim vergangenen Mal auch das Wetter mitspielte, waren es erneut nicht mehr Starter. Besonders im Schülerbereich hatte sich Klotz mehr Resonanz erhofft. „Wir kämpfen seit Jahren darum, dass auch die Eisenhüttenstädter Schulen wie das Gymnasium und die Gesamtschule mit Mannschaften Boote besetzen. Früher hat sich daran das Gymnasium Neuzelle beteiligt. Doch als wir das Rennen auf den Pfingstmontag legten, war sie nicht mehr dabei, weil sie die Teilnehmer nicht mehr zusammen bekam“, bedauert Klotz. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle zu Pfingsten wegfahren. Da müssten die Schulen trotzdem ein Boot voll bekommen“, sieht der Organisationsleiter noch Reserven.
Doch selbst das Drachenboot des Kanucentrums war kein Selbstläufer. So brachte der 17-jährige Kanute Ben Putzert noch vier Kumpels aus dem Gymnasium für das Boot der „Kanu-Drachen“ mit. Putzert mit seinen Schulgefährten als Jahrgang 2002 gehörte zu den ältesten Paddlern im Schülerboot, die Jüngsten zählten zwölf Jahre. „Wir waren dieses Mal überraschend das beste Boot überhaupt. Während die Fürstenwalder Spreecoyoten bereits seit Jahren nicht mehr starten, ist der Vorjahressieger Spreeteufel aus Beeskow mit seiner zweiten Garnitur gekommen“, erklärt Klotz. So war der Weg frei für die Kanutalente, die sich vor den „Stadtdrachen“ mit Bürgermeister und Schirmherr Frank Balzer durchsetzten. Die „Stadtdrachen“ hatten auch das Ausscheidungsrennen für die Unternehmen gewonnen. Damit haben die „Kanu-Drachen“ in der Wertung der Podestplatzierungen aller Eisenhüttenstädter Drachenboot-Regatten mit vier Siegen, zwei zweiten und drei dritten Rängen die Führung vor den Spreeteufeln mit vier Siegen und einem zweiten Rang vor Giri-Kachi (zwei Siege) übernommen. Auf dem vierten Rang liegen die „Rückwärtsfahrer“ mit einem Sieg sowie jeweils drei zweiten und dritten Rängen.
Bestes Fun-Team wurden die „Flying Boots“, die in der Wertung über alle Klassen den dritten Platz belegt hatten. In der Vereinswertung hatten diesmal die „Rückwärtsfahrer“ erneut die Nase vorn.
In der Anzahl der Teilnahmen an den bislang 16 Eisenhüttenstädter Drachenbootregatten führt die Mannschaft „Rückwärtsfahrer“ mit 16 Mal vor „Flying Boots“ und „Kanu-Schüler-Drachen“ („Kanu-Drachen“) mit je elf Teilnahmen sowie den „Gefährliche Wildenten“ und dem Boot der Stadtverwaltung, den „Stadtdrachen“, mit jeweils zehn Teilnahmen.
Für die Kanuten ist diese Drachenbootregatta laut Klotz ein willkommene Abwechslung während der Wettkampf-Saison. „Wir haben uns dieses Mal überhaupt nicht darauf vorbereitet, in den vergangenen Jahren haben wir vielleicht ein-, zweimal davor im Boot gesessen. Paddeln können sie alle. Die Besten sitzen vorn und bestimmen den Rhythmus, die Schwächeren weiter hinten, die zusehen müssen, dass sie ein bisschen Wasser erwischen.“
Bozena Klotz als Trommlerin
Obwohl die Kanuten regelmäßig trainieren, kann es schon sein, dass sie aus dieser Regatta mit Muskelkater herausgehen. „Das ist schon eine etwas andere Belastung als im Kajak oder Canadier. Das ist über eine Minute sehr intensiv, was unsere Kanuten schon merken. Doch nach ein, zwei Tagen ist der Muskelkater weg“, erklärt der langjährige Landestrainer Klotz. Übriges sitzt seine Frau Bozena, seine Nachfolgerin als Eisenhüttenstädter Landestrainer, seit Anbeginn als Trommlerin im Boot. Sie spornt damit wie gewohnt ihre Schützlinge zur Höchstleistung an. Im Boot sitzt ab und zu auch noch ihr Mann Lothar. „Nicht im Wettkampf, da haben wir ja für unser Schülerboot die Altersbeschränkung, doch einige Male im Training als Steuermann. Das ist gar nicht so einfach, das muss man schon üben.“
Zwar ist Lothar Klotz stolz auf den vierten Gesamtsieg seiner Schützlinge, doch viel lieber wäre es ihm, wenn diese endlich mal wieder altersgerechte Konkurrenz bekämen. Weiterführende Schulen und Sportvereine können dann eine Bootsbesatzung der U 18 für Jahrgänge 2003 und jünger stellen. In der Mannschaft müssen mindestens zehn Personen mitpaddeln, der Fürstenberger Ruderverein bietet für die Jugend-Teams ein unentgeltliches Training an. Über das Kanucentrum kann man sich dafür anmelden, die offenen Drachenbootteams können sich auch direkt bei Karsten Bogatsch vom Fürstenberger Ruderverein dafür anmelden.
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